Fortbildungsarchiv

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Julia.Metzger@MedizinRecht.de

Kölner Symposium Personenschaden 2012 - in Kooperation mit IHR Rehabilitations-Dienst -

Die langjährige Veranstaltung hat sich im Konferenzbereich zu einem der wichtigsten Treffpunkte für Bearbeiter im Leistungs- und Managementbereich des Personenschadens entwickelt. Die ausgewählten schadensrechtlichen Probleme betreffen gleichermaßen die Kraftfahrt- wie die allgemeine Haftpflichtversicherung. Mit dem neuen Kooperationspartner IHR, einer inzwischen wohl marktbekannten Ausgliederung des bisherigen Rehabilitations-Dienstes der Gen Re, steht für alle praktischen Fragen des Personenschadenmanagements sowie die medizinischen Aspekte einer effektiven Schadenregulierung ein neuer starker Partner zur Verfügung.

Das „Kölner Symposium Personenschaden“ informiert aus erster Hand über wichtigste Entwicklungen, Aufgaben und Erfolge bei der aktiven Regulierung von Personenschäden. Mediziner, Juristen und Fachleute aus der Praxis kommen gleichermaßen zu Wort. Die jährlich stattfindende Veranstaltung gibt Gelegenheit zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch zwischen Versicherungsjuristen, Rechtsanwälten und Medizinern. Sie hat sich zu einer Institution entwickelt. 

Der Vorabend steht ganz im Zeichen des Themas der beruflichen Reintegration von Geschädigten. Mit welchen Herausforderungen alle Beteiligten des Personenschadenmanagements kämpfen müssen und welche Erfolgsfaktoren hier eine besondere Rolle spielen, darüber wollen wir sprechen. Thomas Keck von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen wird zur Einführung von den Erfahrungen der Arbeitsvermittlung aus der Sicht der Sozialversicherungsträger berichten. Wie nachhaltige Vermittlung in der Praxis funktionieren kann, wird Evelyn Jürs von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall anhand von praktischen Beispielen beschreiben. Im anschließenden Round-Table-Gespräch mit weiteren Experten aus der Praxis wird das Thema diskutiert und vertieft. 

Auch dieses Mal wieder wird Wolfgang Wellner, Mitglied des VI. Zivilsenats des BGH, in einem umfassenden Referat die aktuelle Rechtsprechung des BGH zum Personenschadenauthentisch darstellen, näher erläutern und dabei Tendenzen aufzeigen. 

Personenschadenabwicklung zeichnet sich dadurch aus, dass auch erst künftig vielleicht entstehende Forderungen frühzeitig durch Abfindungsverhandlungen mit Direktgeschädigten und Drittleistungsträger erledigt werden. Kommt es dann später zu unfallkausalen Aufwendungen, stellt sich die Frage nach der Reichweite solcher Abfindungen. Dabei wendet sich Jürgen Jahnke auch der bedeutsamen Fernwirkung von Abfindungen des Direktgeschädigten zu, wenn Drittleistungsträger (insbesondere Sozialversicherer) Forderungen stellen. Außerdem werden die haftungsrechtlichen und sozialrechtlichen Problemstellungen nach Verunfallen eines Nothelfers dargestellt.

Eine kurze Übersicht zum immateriellen Schaden im europäischen Ausland wird von Sibille Bucka aufgezeigt. 

Das Nachmittagsprogramm steht ganz im Zeichen der Medizin mit dem Schwerpunktthema 2012: Querschnittslähmungen und ihre Folgen für die medizinische, pflegerische und soziale Rehabilitation. 

Dr. Andreas Niedeggen vom Unfallkrankenhaus Berlin stellt die neuesten Entwicklungen im Bereich der medizinischen Therapien für Querschnittsgelähmte vor, erläutert die Prognosen aus Sicht des behandelnden Arztes und die multimodalen Ansätze zur Stabilisierung der körperlichen und mentalen Situation des Betroffenen. Von besonderer Bedeutung ist im Anschluss an die stationäre Behandlung die pflegerische Versorgung des Geschädigten. Ob stationär oder ambulant, immer geht es dabei um die bestmögliche Versorgung bei gleichzeitiger Wahrung der Wirtschaftlichkeit. Univ.-Prof. Christel Bienstein von der Universität Witten/Herdecke macht mit den neuesten Erkenntnissen zur Pflege von Querschnittsgelähmten vertraut und stellt praxisorientierte Modelle zur Optimierung insbesondere der ambulanten Pflegesituation vor. Schließlich wird Peter Richarz vom Deutschen Rollstuhl Sportverband die Bedeutung der sozialen Rehabilitation für Mobilität, psychische Stabilität und berufliche Neuorientierung beschreiben und anhand von Beispielfällen zeigen, welche besondere Funktion hierbei gezielten Sportprogrammen zukommt.

Programm

23. Februar 2012 (Vorabend 17.00 bis 20.00 Uhr)

16.30 – 17.00 Uhr
Eintreffen der Teilnehmer

17.00 – 17.15 Uhr
Begrüßung und Einführung
Moderation: Heinz Otto Höher/Gabriele Opitz

17.15 – 18.00 Uhr
Arbeitsvermittlung aus Sicht der Sozialversicherung
Thomas Keck, Vorsitzender der Geschäftsführung, DRV Westfalen, Dortmund

  • Voraussetzungen
  • Erfolgsfaktoren
  • Erfahrungen
  • Ergebnisse

18.00 – 18.45 Uhr
Aus der Praxis der Arbeitsvermittlung
Evelyn Jürs, Geschäftsführerin Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Bezirksverwaltung Hamburg

  • Methoden
  • Netzwerke
  • Beispiele

18.45 – 20.00 Uhr
Chancen und Risiken der beruflichen Reintegration
Round-Table-Diskussion mit den Referenten und weiteren Experten



20.00 – 22.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen

24. Februar 2012 (Hauptkonferenztag 9.00 bis 17.00 Uhr)

Moderation: Heinz Otto Höher/Gabriele Opitz

9.00 – 10.30 Uhr
Aktuelle Rechtsprechung des BGH zum Personenschaden
Wolfgang Wellner, Richter am Bundesgerichtshof, VI. Zivilsenat (Haftungssenat), Karlsruhe

  • Urteile und Tendenzen (Teil 1)

10.30 – 11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00 – 11.45 Uhr
Aktuelle Rechtsprechung des BGH zum Personenschaden
Wolfgang Wellner, Richter am Bundesgerichtshof, VI. Zivilsenat (Haftungssenat), Karlsruhe

  • Urteile und Tendenzen (Teil 2)

11.45 – 12.30 Uhr
Abfindung und Rechtsnachfolge
Jürgen Jahnke, Rechtsanwalt, ltd. Referent in der Kraftfahrt-Abteilung, LVM Versicherungen a.G., Münster

  • I. Abfindung des Direktgeschädigten;
  • II. Abfindung eines Drittleistungsträgers;
  • III. Spätschäden 

Die haftungsrechtlichen und sozialrechtlichen Problemstellungen nach Verunfallen eines Nothelfers

  • Profi und Amateur;
  • Sozialrechtlicher Schutz;
  • Zivilrechtliche Aspekte
    • I. Haftung gegenüber Nothelfer;
    • II. Mitverschulden des Helfers

12.30 – 13.00 Uhr
Immaterieller Schaden im europäischen Ausland (Kurzvortrag)
Sibille Bucka, Rechtsanwältin, Kanzlei Bach, Langheid & Dallmayr, Büro München


13.00 – 14.00 Uhr
Mittagessen

Medizinisches Schwerpunktthema: Querschnittslähmungen

14.00 – 15.00 Uhr
Klinische Erfahrungen mit der Behandlung Querschnittsgelähmter
Dr. Andreas Niedeggen, Chefarzt, Behandlungszentrum für Rückenmarkverletzte, Unfallkrankenhaus Berlin

  • Therapiekonzepte
  • Behandlungserfolge
  • Stabilisierungsfaktoren
  • Schnittstellenproblematik
  • Rehabilitation

15.00 – 15.15 Uhr
Kaffeepause

15.15 – 16.00 Uhr
Pflegerische Aspekte bei der Betreuung Querschnittsgelähmter
Univ.-Prof. Christel Bienstein, Leiterin des Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke

  • Modelle stationärer und ambulanter Therapien unter besonderer Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit

16.00 – 17.00 Uhr
Zurück ins Leben – Soziale Rehabilitation für seelische und körperliche Gesundheit
Peter Richarz, Leiter Referat Klinik, Lehre & Breitensport, DRS, Duisburg

  • Sporttherapie als Gesundungsfaktor und Baustein der erfolgreichen Reintegration

17.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Art der Veranstaltung:
 
Seminar
Zeitpunkt:
von 23.02.12 17:00 Uhr bis 24.02.12 17:00 Uhr
Veranstalter:
Verlag Versicherungswirtschaft
Veranstaltungsort:
Dorint An der Messe Köln
Köln
Referenten:
Herr Wolfgang Wellner Richter am Bundesgerichtshof, VI. Zivilsenat (Haftungssenat), Karlsruhe, Herr Jürgen Jahnke; Rechtsanwalt, ltd. Referent in der Kraftfahrt-Abteilung, LVM Versicherungen a.G., Münster, Frau Evelyn Jürs; Geschäftsführerin, Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) BW, Hamburg , Frau Sibille Bucka; Rechtsanwältin, Kanzlei Bach, Langheid & Dallmayr, München , Herr Dr. Andreas Niedeggen; Chefarzt, Behandlungszentrum für Rückenmarkverletzte, Unfallkrankenhaus, Berlin , Herr Peter Richarz ; Leiter Referat Klinik, Lehre & Breitensport, Deutscher Rollstuhl-Sportverband (DRS) e.V., Hamburg , Frau Prof. Christel Bienstein; Leiterin des Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke, Witten
Zielgruppe:
Mediziner, Juristen und Fachleute aus der Praxis
Preis:
761,60 € (inkl. MwSt.)
Dateien:
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